AfD przeciw wiatrakom, ale za węglem i Nord Stream 2

Wraz z pierwszym sukcesem Alternatywy dla Niemiec (AfD) w wyborach do Bundestagu w 2017 r. (12,6 proc. głosów) wielu ekspertów uznało tę partię za żywy sprzeciw wobec politycznego mainstreamu w Niemczech. Taka analiza pozwala pominąć cele i działania AfD poza jej retoryką antyimigracyjną. Alternatywa długo była uważana za partię jednego tematu, pozbawioną oparcia w społeczeństwie i kontaktu z nim. Jednak realia polityczne nie pozwalają na dalszą marginalizację tego ugrupowania.

Fedorska: Gra o tron Niemiec jeszcze trwa

Annegret Kramp-Karrenbauer jest nową przewodniczącą niemieckich chadeków. Mimo, że stanowisko przewodniczącego partii jest idealnym punktem startu dla przyszłego kanclerza, którego Niemcy wybiorą w 2021 roku, nie wiadomo, czy w tym czasie nie dojdzie do kolejnych zmian w kierownictwie CDU. Żadna z opcji nie jest pewna – pisze Aleksandra Fedorska, współpracownik BiznesAlert.pl.

Walka z wiatrakami

Wieczorem 30 października koalicja rządowa zdecydowała o dalszej ekspansji energii pochodzącej z odnawialnych źródeł w Niemczech. Partie CDU i SPD, nie mogąc do tej pory dojść do porozumienia w sprawie dalszych kondyngentów energii pochodzącej z OZE, poczyniły ustalenia odnośnie energii wiatrowej i słonecznej.



Tofifest – ein Filmfestival mit viel Charme 


Im Schatten des großen polnischen Filmfestivals von Gdingen und des boomenden Filmfestes, Nowe Horyzonty, in Breslau, entwickelt sich seit 2003 ein ganz besonderes Filmereignis in der Kopernicus-Stadt Thorn. Das Tofifest entstand 2003 dank des Engagements von Monika Weychert-Waluszko, der es gelungen ist, verschiedene Richtungen der unabhängigen Kinobewegung in Polen unter einem Dach zu vereinen.



Po Merkel kolejna kanclerka?



Idealna scieżka kariery prosto do Kanzeramtu prowadzi przez kraje związkowe lub centrum władzy w Konrad-Adenauer-Haus w Berlinie. Słynni kanclerze, jak Willy Brandt czy Helmut Kohl, po raz pierwszy zdobyli uznanie jako liderzy – w roli burmistrza Berlina oraz premiera w Nadrenii-Palatynacie. Inni, jak Angela Merkel, pięli się po drabinie struktur partyjnych i tu zbudowali fundamenty swojej przyszłej wladzy  – pisze Aleksandra Fedorska, współpracownik BiznesAlert.pl


Po-Dzielnia – das erste polnische Sharing-Zentrum startet in Poznań



Die frühere Haupteinkaufsstrasse Ulica Głogowska von Poznań könnte einen Neuanstrich gebrauchen. Die Häuserfassaden sehen grau aus und die ehemaligen Betriebsstätten unweit des Hauptbahnhofs wurden längst zu Büroräumen oder Bildungseinrichtungen umfunktioniert, die dringend Mieter suchen. Konsumtempel von heute entstehen eher abseits der City auf der Grünen Wiese oder ziehen die Besucher mit umfangreichen Shopping- und Erlebnisangeboten an ihren Standort. So funktioniert auch die ehemalige Brauerei Stary Browar mit ihren 177 Läden, 23 Restaurants und bis zu 37 Filmvorführungen täglich.
Kalina Olejniczak und ihre Mitstreiter sehen die Welt des Konsums mit anderen Augen. Sie haben deshalb an der Ulica Głogowska die erste polnische „Po-Dzielnia“ eröffnet, den Namen könnte man mit „Ver-Teilungsraum“ übersetzen.

Polen – Ein beliebtes Ziel für Einwanderer aus der Ukraine

Tadeusz Rawa und Aleksandra Fedorska

     Auf polnischen Straßen hört man die beiden in der Ukraine gesprochenen Sprachen Ukrainisch und Russisch überall – im Jahr 2017 lebten in Polen nämlich zwei Millionen Ukrainer. Im laufendem Jahr könnten es sogar mehr als drei Millionen werden. Viele Ukrainer kommen zur Arbeit nach Polen, dabei verdienen sie das Dreifache ihrer ukrainischen Gehälter. Andere verbinden ein Studium im zur Europäischen Union gehörenden Polen mit einer Arbeitsstelle.

Die Betonburg von Stobnica

 

Etwa 50 Kilometer nördlich von Poznan in dem kleinen Ort Stobnica und inmitten des Schutzgebietes „Natura 2000“ entsteht gerade ein regelrechter Burgriese. Die zukünftige Burg soll 14 Stockwerke haben und größer werden als die Ordensburg in Marienburg. Das ungewöhnliche Gebäude soll lediglich 50 Personen beherbergen, zuzüglich 10 Beschäftigte. 

Die große Baustelle wurde im Sommer 2018 von Naturschützern bemerkt. Sie alarmierten die örtliche Presse, da das Baugebiet im Bereich des Schutzgebietes „Natura 2000“ liegt. Zum Zwecke der Bebauung wurden eine künstliche Insel aufgeschüttet und mehrere Hektar mit einem hohen Zaun mit Sichtschutz umgeben.   Das europäische Schutzgebiet „Natura 2000“ unterliegt der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie und Vogelschutzrichtlinie, was auf seinen besonderen Wert für die Pflanzen- und Tierwelt schließen lässt. 

Das Dorf Stobnica mit dem bewaldetem und wasserreichem Umland war ehemals für seine Wolfstation bekannt gewesen. Im Jahr 1974 entstand dort, unter der Leitung von Professor Ryszard Graczyk von der damaligen Landwirtschaftlichen Akademie in Poznan, eine Forschungs- und Versuchsstation. Ihr Ziel war die Zucht und Restitution seltener und gefährdeter Tierarten; u.a. Otter und Trappen. Seit 1994 führte Professor Andrzej Bereszyński die Forschungs- und Versuchsstation. Im Jahr 1996 kamen   erstmals Wölfe. Die erste Wölfin; Fifty, stammte aus dem Zoo im nahegelegenen Nowy Tomyśl. Schnell wuchs ein regelrechter Wolfsrudel mit 13 Wölfen heran. In der Region sprach man liebevoll vom Wolfpark, wo auch Schulklassen und auswärtige Besucher Zutritt bekamen. Seit 2008 und der Umbenennung der Landwirtschaftlichen Akademie zur Naturwissenschaftlichen Universität änderte sich die Zielsetzung der Hochschule. Man beschloss die Forschungs- und Versuchsstation in Stobnica aufzugeben und das Gelände zu verkaufen. Professor Bereszyński wiedersetzte sich diesen Plänen und wurde 2009 von Professor Piotr Tryjanowski als Institutsleiter für Zoologie abgelöst. Anders als die Professoren Graczyk und Bereszyński gab Professor Tryjanowski die Wolfsforschung auf und löste die Stadion ohne Rücksicht auf die dort lebenden Tiere, laufende Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für die Region auf. 

Bis 2016 gab es keine Kaufinteressenten für das Terrain. Umso überraschender war die Gründung einer Naturschutzstiftung durch den Eigentümer des benachbarten Waldgebietes; Paweł Nowak.  Der Vogelkundler Professor Tryjanowski wurde, wie auch die Söhne des Geschäftsmannes, Dymitr und Tymoteusz Nowak, Mitglied dieser Naturschutzstiftung. 

Im Jahr 2016 kaufte das Unternehmen D.J.T., das den Brüdern Dymitr und Tymoteusz Nowak gehört, das Gelände der ehemaligen Versuchs- und Forschungsstation.  Die guten Beziehungen der Familie halfen bei der Baugenehmigung. Die fachliche Expertise wurde von Professor Tryjanowski selbst erstellt. Sie besagte, dass die geplante Burg, die auf dem Gebiet der ehemaligen Forschungs- und Versuchsstation gebaut werden sollte, keine negativen Auswirkungen auf die örtliche Vogelwelt haben wird. Auf der Basis dieses Gutachtens wurde die Baugenehmigung erteilt.

Im Juli 2018 gab Professor Tryjanowski dem linksliberalen Radiosender TOK FM ein Interview und verstrickte sich selbst in Wiedersprüche und Halbwahrheiten bezüglich seiner Beziehung zu Paweł Nowak, der selbst eines der wichtigsten Bauunternehmen, sowie mehrere andere große Firmen in der Region Posen besitzt. 

Aktuell wird die Baugenehmigung erneut geprüft. Vorerst kann der Bau der Burg mit Auflagen der Beuaufsichtsbehörden fortgesetzt werden. Die umzäunte Baufläche soll verkleinert werden. Den gewünschten Baustopp konnten die Naturschützer nicht erreichen. 

 

 

 

 

 










  

Die politischen Parteien als Unternehmer

Von Aleksandra Fedorska


Die politischen Parteien sprechen lieber über die großen Ziele ihrer Politik als über das Kleingedruckte. Der Teufel steckt allzu gern im Detail. Die alte Weisheit, dass man über das liebe Geld nicht spricht, ist bis heute gültig. 

Die Finanzierung der politischen Parteien in Deutschland ist eine breite Kombination unterschiedlicher Finanzierungsformen. Dabei sind die Mitgliederbeiträge die tragende und traditionsreichste Säule der Parteienfinanzierung. Diese Finanzierungsform macht 27% der durchschnittlichen Jahreshaushalte der politischen Parteien aus. Insbesondere Linke und SPD finanzieren sich zu über 30% aus den Beträgen ihrer Mitglieder. Das Schlusslicht bildet die CSU, die 21% ihres Budgets von ihren Mitgliedern bekommt. 

Die Mandatsangaben, die die Mandatsträger an ihre Parteien zahlen, sind die zweitwichtigste und eine kaum bekannte Finanzierungsform politischer Parteien in Deutschland. Besonders prominente Parteienspenden von Unternehmen und Privatpersonen gehören ebenfalls zu den Fundamenten der Parteienfinanzierung. Schließlich trägt die gesamte Gesellschaft auf dem Wege der öffentlichen Finanzierung zum Parteienwettbewerb in Deutschland bei. Zusätzlich zu diesen herkömmlichen Finanzierungsmöglichkeiten gehen politische Parteien eigenen wirtschaftlichen Betätigungen nach. Politische Parteien sind als Vermieter, Werbeflächenanbieter, Verleger, Hotelier und Fanshopbetreiber weniger bekannt, jedoch erstaunlich erfolgreich.

Die Sozialdemokraten nehmen bei der Unternehmenstätigkeit der politischen Parteien eine Spitzenposition ein. Die Sozialdemokratische Partei hielt im Jahr 2005 an insgesamt 40 Medienunternehmen die vollen Besitzrechte, darunter an der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG) mit über 12 000 000 Euro Jahresergebnis. Die DDVG ist das größte parteieigene Medienunternehmen in Deutschland. Die Konzentration GmbH, die das Immobilienvermögen der SPD verwaltet, ist das zweitgrößte parteieigene Unternehmen. Die SPD beteiligt sich an 25 Unternehmen, darunter bekannte und große Firmen wie der Medizintechnikhersteller Dräger aus Lübeck. Der Anteil der Parteienfinanzierung aus Unternehmenstätigkeit erreicht bei der SPD bei guten konjunkturellen Bedingungen bis über 20% des gesamten jährlichen Budgets.

Die Christdemokraten setzen hingegen auf lokale und überregionale Verlage und Druckereien. Das umsatzstärkste Unternehmen der CDU ist die Union Berlin GmbH. Die Landesverbände der CDU verfügen über eigenes Haus- und Grundvermögen mit insgesamt 60 – 80 Immobilien. Im Jahr 2008 besaß die CDU insgesamt 11 Firmen. Seit 2010 reduzierte die CDU den Bestand auf 8 Firmen. Der Anteil der Finanzierung aus eigener Geschäftstätigkeit entspricht bei den Christdemokraten im Durchschnitt rund 13% im Jahr. 

Die CSU haben bei der unternehmerischen Tätigkeit seit Anfang der 2000er Jahre eine klare Strategie und setzen auf das Parteiensponsoring. Eine eigene Werbeagentur, die Bavaria Werbe- und Wirtschaftsdienste GmbH, vermarktet und vermittelt Werbeflächen bei Parteienevents der Christdemokraten an externe Firmen und Unternehmen, die diese zu Werbezwecken nutzen. Die Christsozialen nehmen mit ihrer Unternehmensstrategie bis zu 20% ihres jährlichen Haushalts ein. 

Die Freien Demokraten sind hauptsächlich im Bereich der Finanzverwaltungs- und Verlagsbranche tätig. Die Anzahl der vielseitigen Beteiligungen reicht nicht über 20 Unternehmen hinaus. Gleichzeitig weist sie einen internationalen Charakter auf, da sich die FDP an international agierenden Unternehmen und Verlagen im europäischen Ausland beteiligt. Die jährlichen Einnahmen aus Unternehmenstätigkeit der FDP entsprechen durchschnittlich 12% des Jahresetats.

Die Grünen besitzen keine parteieigenen Unternehmen. Sie beteiligen sich aber geringfügig an Solar- und Ökologieprojekten. Die prozentual höchste Beteiligung betrug 3,37%. Die Anzahl der Beteiligung variiert jährlich zwischen 10 – 20 Projektbeteiligungen. Außerdem betreiben die Grünen einen erfolgreichen Fanshop ihrer Partei. Die Grünen sind die einzige politische Partei, die ihre Sponsoren und die Sponsorengelder öffentlich bekannt gibt, weshalb Parteiensponsoring im Falle der Grünen relativ unbedeutend ist. Der Anteil der eigenen Geschäftsleistung an der Finanzierung der Partei ist jedoch sehr gering und beträgt weniger als 5% im Jahr.

Die Vermögensgrundlagen der Linken bezog die Partei aus der Auflösung der treuhänderischen Verwaltung der PDS (Partei des deutschen Sozialismus), deren Rechtsnachfolgerin sie ist; darunter ein Berliner Verlag und die FEVAC (Föderative Verlags-, Consulting und Handelsgesellschaft mbH). Die FEVAC hält mehrere Beteiligungen u.a. auch an dem Hotel „Am Wald“ in Thüringen. Zu diesen Beteiligungen gehört die Media Service GmbH Druck und Kommunikation, die den Fanshop der Linken betreibt. Die Gewinne und Erträge betragen bei der Linken jährlich weniger als 5%.

Im Vergleich der wirtschaftlichen Tätigkeit der politischen Parteien fällt deutlich auf, dass das Parteiensponsoring den größten Anteil an diesen Einnahmen einnimmt. Gleichzeitig ist die Gewichtung des Parteiensponsorings im Verhältnis zu den anderen Einnahmeformen gerade bei der CSU besonders auffällig. Wird vor diesem Hintergrund die Entwicklung der Mitgliederzahlen bei der CSU herangezogen, so ist hier ein deutlicher Rückgang seit 2016 um 7% zu verzeichnen. Weniger Mitglieder bedeuten weniger Mitgliederbeiträge. Eigene wirtschaftliche Tätigkeit, wie das profitable Parteiensponsoring, ist aus der Perspektive der CSU geradezu eine Notwendigkeit geworden. Ähnlich starke Einschnitte bei der Mitgliederzahl gab es in den Jahren 2005-2010 bei der SPD. Während binnen der selben Zeitperiode die Mitgliedszahlen der FDP, der Grünen und der Linken zugenommen haben. Es ist nicht auszuschließen, dass politische Parteien mit deutlichen Verlusten ihrer Mitgliederzahlen ihre Finanzen anteilig in Richtung der wirtschaftlichen Tätigkeit verlagern werden. 

Ökologische Landwirtschaft und Bioprodukte in Polen

Der Artikel basiert auf dem Text meines schwedisch-polnischen Kollegen T. Rawa


  

Ökologische Landwirtschaft in Polen – von null auf hundert in wenigen Jahren


Eine kleine Verkaufsbude in der Lubliner Innenstadt wird jeden Samstag zum Mekka für Fans gesunder und ökologischer Lebensmittel. 


Dieser im Südosten Polens gelegene Öko-Hotspot wird von acht Landwirten aus der Region betrieben. Hier verkaufen sie ihr Gemüse, Früchte, Säfte, Milchprodukte und die beliebten sauren Gurken in Anlehnung an die saisonale Abfolge.

Einer der Landwirte, Ireneusz Mazurek, bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Ehefrau Monika einen 9 ha großen Biobauernhof rund 30 Kilometer östlich von Lublin. 

”Wir verwenden weder Kunstdünger noch andere chemische Mittel, alles nach dem Öko-Zertifikat der Europäischen Union”, so Ireneusz, ”unser Hof bildet einen eigenen Produktionkreislauf, den wir genau im Auge behalten.”

Die ökologische Landwirtschaft, wie Ireneusz und seine Lubliner Kollegen sie betreiben, ist in Polen gewissermaßen eine Zeitreise. Noch in den 1960er Jahren sah die polnische Landwirtschaft nahezu vollständig so aus wie Ireneusz und Monika sie heute wiederaufleben lassen. 

Auf dem Hof von Ireneusz und Monika gibt es lediglich drei Milchkühe und vier Schweine. Die Tiere werden mit Klee und Luzerne von den eigenen Wiesen gefüttert. Das auf den Feldern angebaute Getreide wird zur Hälfte für die hofeigene Bäckerei verwendet. Der Rest ist für das Vieh bestimmt. Aus der Milch wird der leckere polnische Hüttenkäse gefertigt. Das Obst wird zu Saft und Brotaufstrich verarbeitet. Das Wurzelgemüse, der Kürbis, der Kohl und sonstiges Gemüse kommen aus dem eigenen Garten.

„Die Produkte, die wir ernten, verkaufen wir samstags an unserem Stand in Lublin“, erklärt Ireneusz, „dann haben wir noch Kunden, die wir direkt beliefern. Fleisch verkaufen wir nicht, das verbrauchen wir selbst.“ 

Ireneusz und Monika bewirtschaften den Biohof seit 15 Jahren. Die Zertifikate für den ökologischen Anbau werden von rund zehn Anbietern verliehen. Jeder Biobauer entscheidet selbst, wo er sich zertifizieren lassen möchte. Die Umstellung auf die ökologische Landwirtschaft dauert im Regelfall zwei bis drei Jahre. Die staatliche Kontrollbehörde führt jedes Jahr gezielte Prüfungen der Biohöfe durch. Dabei sind unangemeldete Kontrollen nicht unüblich.

Die Subventionen der Europäischen Union für den ökologischen Anbau belaufen sich auf rund 200 Euro je Hektar. Weitere Zuzahlungen entsprechen etwa 80 – 120 Euro pro Hektar -  in Abhängigkeit davon, ob es sich um Wiesen, Gärten oder Acker handelt. 

Die polnische Ökobranche begann ganz bescheiden in den 1990er Jahren. Heute hingegen gehören die ökologische Tierzucht, ökologischer Anbau von Gemüse, Obst und Getreide sowie die Im- und Exportstrukturen für ökologische Produkte aus Polen zu den wachstumsstärksten Wirtschaftsbereichen. Entscheidend hierfür war das Umdenken der polnischen Verbraucher, die immer öfter zu ökologischen Lebensmitteln greifen. Hinzu kommt die erfolgreiche Ausfuhr dieser Produkte, die von einer wachsenden Nachfrage im Ausland zeugt. Schließlich haben aber auch die EU-Subventionen nach dem Beitritt Polens im Jahr 2004 zum Erfolg der polnischen Biolandwirtschaft beigetragen. 

Die ökologische Landwirtschaft in Polen konzentriert sich vor allem auf den Pflanzenanbau – Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Hirse, Buchweizen), Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Kräuter und Honig. Die Molkereiprodukte werden überwiegend aus Kuhmilch hergestellt, wobei die Verwendung von Ziegen- und Schafsmilch inzwischen immer wichtiger wird. Die Initiative für die Umstellung auf Biomilchprodukte geht immer häufiger von den Molkereibetrieben aus. Stellvertretend hierfür sind einige größere Betriebe, die ihre Milchbauern davon überzeugt haben, dass eine ökologische Milchwirtschaft bessere Zukunft- und Entwicklungschancen verspricht. 

Die gesamte Fläche der ökologischen Landwirtschaft in Polen beträgt aktuell mehr als ein halbe Million Hektar. Damit ist Polen heute einer der europäischen Spitzenreiter. Es sind rund 400 Betriebe, die sich auf die ökologischen Herstellungs- und Anbaumethoden spezialisiert haben. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Großhändler- und Exportbetriebe, die sich mit dem Handel mit ökologischen Produkten beschäftigen. Der Trend geht hier klar in Richtung traditioneller Herstellung regionalbezogener Produkte und lokaler Vertriebsstrukturen. 

Es sind die kleinen Familienbetriebe, die ökologische Landwirtschaft in Polen ausmachen. Ein durchschnittlicher Biohof ist etwa 22 Hektar groß, während konventionelle Landwirtschaftsbetriebe über Flächen von mehr als 10 Hektar verfügen. 

Die ökologischen Produkte werden vor allem in den polnischen Großstädten nachgefragt, insbesondere in Warszawa – sagt Karol Przybylak, der Herausgeber der Zeitschrift Biokurier, die sich ausschließlich ökologischen Lebensmitteln widmet – von den rund 1000 Lebensmittelgeschäften für Bioprodukte landesweit,  befinden sich allein 180 in der Hauptstadt. Darüber hinaus haben die herkömmlichen Supermärkte inzwischen ausnahmslos Abteilungen für Bioartikel eingeführt. Schließlich nimmt die Popularität vegetarischer und veganer Küche deutlich zu, was weitere Wachstumsmöglichkeiten für ökologisch angebaute Produkte bietet.

Gerade in den Großstädten gibt es immer mehr Konsumkooperativen. Die Verbraucher lernen sich in der Regel über die Sozialen Netzwerke kennen und entscheiden sich für gemeinsame Einkäufe bei Biobauern in der Region. 

Der kleine Biohof von Ireneusz und Monika Mazurek ermöglicht der Familie ein bescheidenes Einkommen. Als Ireneusz nach seiner Motivation gefragt wird, sagt er ohne zu zögern: 

”Meine Motivation ist mein Herzensanliegen. Es geht mir darum, die Natur und unsere Erde zu schüzen. Vielleicht klingt es hochgestochen, aber genau so ist es.”

Text und Fotos: Tadeusz Rawa

Ole Nydahl, der umstrittene Lama

Die Zugehörigkeit zum Buddhismus lässt sich weder durch einen Taufschein noch durch die Steuererklärung nachweisen. Buddhisten definieren sich vielmehr über ihre Geisteshaltung, so u.a. über ihre Bereitschaft stetig an ihrer Persönlichkeit zu arbeiten. Bei der praktischen Ausübung buddhistischer Riten stützen sie sich auf eine Vielzahl von Meditationszentren.

Gewalt unter Fußballfans - Eine Frage der Größenordnung

Ausschreitungen unter Fußballfans beim Europapokalendspiel im Jahr 1985 kosteten 39 Menschen das Leben. Dieses tragische Ereignis rüttelte die europäische Öffentlichkeit auf und zwang die Verantwortlichen endgültig, das Problem der Gewalt in den Stadien aktiv anzugehen. Ende der 80er Jahre wurde auch Deutschland von dem Problem erfasst. 1993 entwickelten Fußballvereine und -verbände gemeinsam mit Vertretern der Politik das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS). Das Konzept beinhaltet Maßnahmen zum Umgang mit gewaltbereiten Fußballfans, die bis heute angewendet werden. Die Erfolge dieser Maßnahmen variieren abhängig von den regionalen, organisatorischen, medialen und finanziellen Möglichkeiten der Vereine und Sportligen.